Deutsche KI für Unternehmen — On-Premise & Business, individuell auf Anfrage
Der Handschrift-Bereich von German-OCR

Die Vergangenheit wird lesbar

Kurrent, Sütterlin, Fraktur und lateinische Schreibschrift: KI aus Deutschland liest historische Handschriften und überführt sie in durchsuchbaren Text und strukturierte Felder. Für Archive, Standesämter, Forschung und alle, die alte Familiendokumente wieder lesen wollen.

Verarbeitung in DE/EU Betrieb im eigenen Haus möglich Offene Archivformate
Aufgeschlagenes historisches Registerbuch mit Kurrentschrift auf einem Archivtisch
Was seit hundert Jahren nur Geübte entziffern können, wird zu durchsuchbarem Text. Jede Lesung bleibt mit der Stelle im Digitalisat verbunden, an der sie entstanden ist.
300+
Jahre Schriftgeschichte

Von der Kanzleikurrent des 17. Jahrhunderts bis zum Sütterlin der 1930er Jahre

4
Schriften auf einer Seite

Kurrent, Sütterlin, Fraktur und lateinische Schreibschrift werden in einem Durchlauf gelesen

6
offene Exportformate

PDF/A-2b, ALTO-XML, TEI-XML, IIIF, CSV/XLSX und JSON, ohne Bindung an einen Hersteller

100 %
Verarbeitung in DE/EU

Auf Wunsch vollständig in Ihrem Haus. Der Bestand verlässt Ihr Netz nicht.

So funktioniert es

Vom Karton ins durchsuchbare Archiv

Drei Schritte liegen zwischen einem gescannten Registerband und einem Bestand, in dem jede Seite gefunden werden kann.

Schritt 01

Digitalisate einreichen

Wir arbeiten mit dem, was in Archiven ohnehin entsteht: Farbdigitalisate mit 300 dpi als PDF/A oder Bilddatei. Eine Vorverarbeitung durch Ihr Haus ist nicht nötig. Entzerrung, Bildaufbereitung und die Trennung von Doppelseiten übernimmt die Verarbeitung.

Schritt 02

Die KI liest die Seite als Ganzes

Vordruck, Eintragung, Randvermerk und Nachtrag werden im Zusammenhang erfasst, nicht Zeile für Zeile. Ergebnis sind Volltext und strukturierte Felder aus demselben Durchlauf. Jedes Feld trägt einen Konfidenzwert zwischen 0,00 und 1,00.

Schritt 03

Prüfen, exportieren, weiternutzen

Eine Weboberfläche stellt Digitalisat und Lesung nebeneinander. Unsichere Felder sind markiert, Korrekturen fließen zurück in das Training. Die Ergebnisse verlassen das System in offenen Formaten und bleiben auch ohne unsere Software nutzbar.

Funktionen

Mehr als Texterkennung: Erschließung

Ergebnis ist nicht eine Textdatei je Digitalisat, sondern ein erschlossener Bestand: durchsuchbar, auswertbar und in jeder Lesung auf das Digitalisat zurückführbar.

Transkription

Jede Seite wird vollständig transkribiert, auch das, was in keinem Feldschema vorgesehen ist. Daraus entsteht eine Volltextsuche über den gesamten Bestand.

Aufbau und Vordrucke

Gedruckte Feldbezeichnung und handschriftlicher Wert gehören zusammen. Spalten, Raster und Eintragsgrenzen sind Teil der Erkennung und kein nachgelagerter Regelapparat.

Felder mit Konfidenzwert

Je Eintragstyp definierte Felder, jedes mit Konfidenzwert. Leere Felder bleiben leer. Es wird nichts aus dem Zusammenhang ergänzt und nichts aus der Nachbarzeile übernommen.

Training auf Ihren Bestand

Schreiberhände, Vordruckgenerationen und Erhaltungszustände Ihres Hauses fließen über Referenztranskriptionen in das Modell ein. Jede Korrektur verbessert die Erkennung.

Prüf- und Korrekturoberfläche

Digitalisat und Lesung nebeneinander, unsichere Stellen markiert, Korrektur direkt am Bild. Ihre Fachstelle braucht dafür keine Spezialsoftware auf den Arbeitsplätzen.

Suche und Export

Volltextsuche mit Sprung an die Bildstelle, Indizes für Namen und Orte, Export als PDF/A-2b, ALTO-XML, TEI-XML, IIIF, CSV/XLSX und JSON.

Für wen

Ein Verfahren, vier Welten

Vom Landesarchiv bis zum Feldpostbrief der Urgroßmutter: Die Aufgabe ist immer dieselbe, alte Schrift lesbar zu machen. Der Zuschnitt ist es nicht.

Archive und Bibliotheken

Jede Seite des Bestands durchsuchbar machen

Findbücher erschließen Bestände auf der Ebene der Verzeichnung, die Seiten selbst bleiben stumm. Mit vollständiger Transkription wird jeder Band im Volltext durchsuchbar, mit wortgenauen Koordinaten für die Hervorhebung der Treffer im digitalen Lesesaal und IIIF-Manifesten für Verbundportale.

  • Volltextsuche über ganze Bestandsgruppen statt einzelner Verzeichnungseinheiten
  • ALTO-XML und IIIF für Lesesaal, Portal und Langzeitarchivierung
  • Chargenweise Verarbeitung mit dokumentierten Qualitätskennzahlen
Magazinraum eines Archivs mit Regalreihen voller Archivkartons und historischer Bände
Standesämter und Verwaltung

Personenstandsregister als auswertbarer Datenbestand

Geburts-, Heirats- und Sterberegister haben einen festen Eintragsaufbau, und genau der wird genutzt: Felder je Eintragstyp, Randvermerke dem richtigen Eintrag zugeordnet, Doppelseiten sauber getrennt. Aus Registerbänden werden recherchierbare Einträge für Auskunft und Urkundenerstellung.

  • Feldbasierte Extraktion je Eintragstyp, mit Konfidenzwert je Feld
  • Randvermerke und Nachträge werden miterfasst und zugeordnet
  • Verarbeitung im eigenen Haus oder auf dedizierter Hardware in Deutschland
Stapel historischer Personenstandsregister auf einem Schreibtisch im Standesamt
Forschung und Editionen

Vom Digitalisat zum zitierfähigen Datensatz

Editionsprojekte und Forschungsvorhaben brauchen mehr als Text: Sie brauchen Nachvollziehbarkeit. Jede Lesung bleibt auf die Stelle im Digitalisat zurückführbar. Die Ausgabe erfolgt nach TEI P5 für Editionen und als strukturierte Daten für quantitative Auswertungen.

  • TEI-XML nach P5 für digitale Editionen und die Nachnutzung durch Dritte
  • Reproduzierbare Verarbeitung mit dokumentierten Modellständen
  • JSON-Ausgabe mit Position und Konfidenz für eigene Auswertungen
Arbeitsplatz in einem Lesesaal: historische Handschrift neben einem modernen Rechner
Familien- und Heimatforschung

Briefe, Postkarten und Urkunden der eigenen Familie lesen

Feldpostbriefe in Sütterlin, Urkunden in Kurrent, Tagebücher der Urgroßeltern: Was seit Generationen unlesbar im Karton liegt, wird wieder zugänglich. Vereine und Arbeitskreise erschließen mit demselben Verfahren Ortschroniken, Zweitschriften von Kirchenbüchern und ganze Sammlungen.

  • Transkription alter Familiendokumente, vom einzelnen Brief bis zum Nachlass
  • Heimat- und Geschichtsvereine: gemeinsame Erschließung von Sammlungen
  • Verständliche Ergebnisse: die Lesung steht neben dem Original, Seite für Seite
Alte Familienbriefe, Fotografien und eine Taschenuhr auf einem Holztisch
Was wir lesen

Vier Schriften und der Wechsel dazwischen

Der schwierige Teil historischer Bestände ist selten eine einzelne Schrift, sondern ihre Kombination auf derselben Seite. Genau deshalb wird die Seite als Ganzes gelesen und nicht Zeile für Zeile.

Kurrent

17. bis 20. Jahrhundert

Die deutsche Schreibschrift der Amtsbücher, Register und Kanzleiakten. Ihre Buchstaben sind in flüssiger Hand kaum zu unterscheiden: e, n, m und u sehen nahezu gleich aus.

Sütterlin

1911 bis 1941

Die Schulausgangsschrift des frühen 20. Jahrhunderts. Seltener als allgemein angenommen, in Karteien, Vermerken und Feldpost aber regelmäßig anzutreffen.

Fraktur

16. Jahrhundert bis 1941

Die gebrochene Druckschrift der Vordrucke, Formulare und Amtsblätter. Gedruckt oder maschinengeschrieben, stets im Zusammenspiel mit handschriftlichen Eintragungen.

Lateinische Schrift

durchgehend

Eigennamen wurden häufig lateinisch geschrieben, mitten im Kurrent-Eintrag. Dieser Wechsel ist eine bewusste Hervorhebung und wird als solche behandelt, nicht als Fehler.

Dazu kommen Kanzlei- und Übergangsformen, individuelle Schreiberhände, Stempel, Streichungen und spätere Nachträge: die Mischung, aus der reale Seiten bestehen.

Buchscanner digitalisiert einen historischen handschriftlichen Band
Noch nicht digitalisiert?

Vom Regal bis zum Digitalisat aus einer Hand

Viele Bestände sind noch gar nicht digitalisiert. Gemeinsam mit spezialisierten Partnern organisieren wir die schonende Erfassung, vom Buchscanner mit Buchwippe für gebundene Bände bis zur Durchlauferfassung für Karteikarten. Das Digitalisat selbst bleibt unverändert erhalten. Die Erkennung legt ihre Ergebnisse darüber, ohne das Original anzutasten.

  • Beratung zu Auflösung, Farbraum und Formaten vor der ersten Aufnahme
  • Verarbeitung vorhandener Digitalisate, auch aus früheren Projekten
  • PDF/A-2b mit unsichtbarer Volltextschicht für die Langzeitarchivierung
Vertrauen

Gebaut für Bestände, die nicht ersetzbar sind

Historische Register sind kein anonymes Material und keine Wegwerfdaten. Drei Zusagen tragen deshalb den gesamten Bereich.

Ihre Bestände gehören Ihnen

Verarbeitung ausschließlich in Deutschland und der EU, auf Wunsch vollständig in Ihrem Haus. Keine Übermittlung an Modellhersteller und keine Nutzung Ihrer Daten für fremde Modelle. Das ist technisch ausgeschlossen und nicht nur vertraglich zugesichert. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO liegt vor.

Offene Formate statt Herstellerbindung

Die Erschließung eines Bestands muss länger halten als jeder Softwarevertrag. Alle Ergebnisse, vom Volltext über Koordinaten bis zu Feldern und Indizes, verlassen das System in dokumentierten Standardformaten und bleiben vollständig nutzbar, auch wenn German-OCR eines Tages nicht mehr im Einsatz ist.

Qualität wird gemessen, nicht behauptet

Je Charge werden Zeichenfehlerrate, Wortfehlerrate und Feldgenauigkeit gegen eine geprüfte Referenzstichprobe ermittelt und dokumentiert. Die Abnahme erfolgt durch Ihre Fachstelle. Wird die vereinbarte Schwelle unterschritten, bessern wir nach und legen erneut vor.

DSGVO-konform AVV nach Art. 28 DSGVO Betrieb im eigenen Haus möglich Offene Standardformate
Handschrift bei German-OCR

Ihr Bestand wartet

Schicken Sie uns Probeseiten aus Ihrem Material. Wir zeigen die Erkennung an Ihren eigenen Schriften, Vordrucken und Erhaltungszuständen, unverbindlich und mit ehrlichen Kennzahlen statt einer pauschalen Genauigkeitsangabe.

Verarbeitung in DE/EU Betrieb im eigenen Haus Offene Archivformate